15. GAIN-Jahrestagung in Boston
Positive Stimmung und konstruktiver Austausch bei der 15. GAIN-Jahrestagung in San Francisco

Es war die größte GAIN-Jahrestagung bisher: Mit rund 310 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und rund 120 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft herrschte vom 28.-30. August reger Betrieb in den Tagungsräumen im Herzen von San Francisco.

DFG Stipendiat Marko Förstel und Postdoc an der University of Hawaii at Manoa empfand die Tagung als sehr aufschlussreich und interessant. „Es war mir möglich, einige sehr spannende und vielversprechende Kontakte zu knüpfen! Ich denke, dass GAIN etwas Besonderes für die Deutsche Wissenschaftsgemeinschaft bietet. Viele meiner Postdoc Kollegen sind etwas neidisch und wünschten sich, ihre Heimatländer hätten vergleichbare Programme.“

Bei der Keynote skizzierte Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, ein umfassendes Bild vom Wissenschaftsstandort Deutschland und den Dingen, die in den letzten Jahren dort in Bewegung gekommen sind. Im Zentrum seines Vortrags stand die Forderung nach einer aktiven und lebendigen Postdockultur in Deutschland. Auch die anwesenden Abgeordneten des Bundestages griffen dies in ihrem Fazit auf und regten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu an sich stärker zu organisieren und so Gehör zu verschaffen.

Die Diskussionen drehten sich um Fragen der internationalen und beruflichen Mobilität, genauso wie die Situation für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland und den USA. Tenor war in diesem Jahr, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einem breiteren Spektrum an Karrierewegen, auch jenseits der Professur, offen stehen. Gerade dauerhafte Perspektiven im Mittelbau und im Wissenschaftsmanagement sowie in der Industrie wurden angesprochen. Ebenso war die Frage nach Karrieren mit Familie und der sozialen Absicherung, also der sogenannten „weichen“ Faktoren, sehr zentral. Kritisch wurden die politischen Vertreter auf zeitliche Befristungen und mangelnde Hochschulfinanzierung angesprochen.

Darüber hinaus sprachen unter anderem Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Prof. Dr. Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Brandenburg sowie die Spitzen der deutschen Forschungs- und Förderorganisationen und hochkarätige Vertreter aus der Wirtschaft. Bei der Talent Fair präsentierten sich über 70 Einrichtungen an 60 Ständen. Das Programm umfasste 25 Workshops und Vorträge, darunter einer für angehende Entrepreneure und gleich mehrere für Karrieren im Management und Führungsbereich. Bei Panel-Diskussionen und Round Tables kamen die Nachwuchswissenschaftler genauso zu Wort wie die Topmanagerinnen und –manager der deutschen Wissenschaftsszene.
Weitere Informationen
Um Ihnen die Informationssuche zu erleichtern, haben wir alles Wissenswerte nach den folgenden Rubriken sortiert:

Representatives of German Research Organizations

v.l Prof. Margret Wintermantel, Präsidentin DAAD, Dr. Enno Aufderheide, Generalsekretär AvH, Prof. Dr. Sabine Kunst, Forschungsministerin des Landes Brandenburg, Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin BMBF, Dorothee Dzwonnek,Generalsekretärin DFG 

Beratung am Stand

Wissenschaftler/innen lassen sich auf der Talent Fair am Stand der DFG beraten. 

Dr. Joerg Hacker

Prof. Dr. Jörg Hacker fordert eine Postdockultur in Deutschland